Freude und Schmerz in Chamonix
Der UTMB® 2025 ist Geschichte. Nach einer aufregenden Woche zeigten die Salomon Athlet*innen, darunter Neulinge und Mitglieder des Para-Teams, einmal mehr beeindruckende Leistungen über die verschiedenen Distanzen.
UTMB®-Highlights: Camille auf dem Podium, Courtney in den Top 10
Beim Hauptrennen bewies Camille Bruyas einmal mehr, dass sie zu den Größten des Sports zählt. Trotz schwieriger Bedingungen in der Nacht lief sie vom Start bis ins Ziel ein ausgeglichenes Rennen und wurde in 23:28:48 Stunden hervorragende Zweite. Camille startete in den Top 5 und arbeitete sich langsam auf den zweiten Platz nach vorn. Diesen verteidigte sie ab 50 km vor dem Ziel eisern. Beim Überqueren der Linie wurde sie vom begeisterten Publikum gefeiert und stand nach ihrem zweiten Platz 2021 (hinter Teamkollegin Courtney Dauwalter) nun zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren beim UTMB® auf dem Podest.
Das Rennen bestritt sie in der S/LAB Ultra Kollektion und dem neuen S/LAB ULTRA GLIDE 1.5.
“Selbst in meinen kühnsten Träumen hätte ich mir keinen besseren UTMB® vorstellen können. Der Kampf mit Courtney und Ruth bei Tagesanbruch, die Anfeuerungen bekannter Gesichter entlang der Strecke selbst bei Regen und Schnee sowie Tausende jubelnde Fans – es fühlte sich wie im großen Stadion von Saint-Étienne an.”
Camille Bruyas
Salomon Athletin
Lucy Bartholomew verdiente sich unterdessen in 24:51:32 Stunden den 7. Platz. Damit verbesserte sie nicht nur ihre Platzierung aus dem Vorjahr, sondern war noch einmal schneller – und das trotz eines Sturzes in der Mitte des Rennens. Die formstarke Australierin vollendete die Runde um den Mont Blanc wieder mit einem großen Lächeln.
Courtney Dauwalter begann das Rennen mit stetigem Tempo und kam als Führende lächelnd zu den ersten Checkpoints. Doch die kalte Nacht mit Regen setzte ihr zu, sodass Teamkollegin Camille Bruyas und ihre langjährige Rivalin Ruth Croft immer näher kamen. Courtney hielt bis La Fouly allen Angriffen stand. Sie kämpfte weiter bis Trient, nahm dann aber Tempo raus, um das Rennen in erster Linie zu finishen. Am Ende landete sie in 25:50:38 Stunden auf dem 10. Platz. Dabei steht weniger das Ergebnis im Mittelpunkt als vielmehr ihr beeindruckendes Durchhaltevermögen, ihre Widerstandsfähigkeit und ihre Liebe zum Sport. Courtney verbrachte viel Zeit in ihrer berüchtigten „Pain Cave“ (Schmerzhöhle), suchte aber immer wieder die Nähe zum Publikum und klatschte gut gelaunt mit den Fans entlang der Strecke ab. Mit ihrer Entschlossenheit, das Rennen zu finishen, unterstrich sie ihre Stärke als Athletin und ihre unglaubliche Leidenschaft für das Ultra-Trailrunning.
“Meine Beine haben ziemlich zeitig schlapp gemacht, sodass die Party für mich früh vorbei war. Aber es gab eine Million gute Gründe, immer wieder einen Fuß vor den anderen zu setzen: Familie und Freunde. Liebe, Umarmungen und High-Fives. Eine neue Dimension der Pain Cave. Die Entschlossenheit, das Begonnene zu beenden. Abenteuer und der Wille, alles zu geben. Vielen Dank an alle, die mich unterstützt haben. Hier das Ziel zu erreichen, war eine meiner wertvollsten Leistungen. Glückwunsch und großen Respekt an alle Teilnehmerinnen, vor allem an Ruth Croft, die ein wahrer Champion ist. Ich bin froh, diesen Sport auszuüben.”
Courtney Dauwalter
Trailrunnerin
Courtney ging in ihrer Shortney Kollektion an den Start und trug den S/LAB GENESIS LIMITED COURTNEY EDITION sowie T-Shirt, lange Shorts und Trinkweste in ihrem Design.
François D‘Haene war zu Beginn des Rennens in der Spitzengruppe vertreten und wollte nach starken Trainingsleistungen einmal mehr um den Titel beim UTMB® mitkämpfen. Doch am Tag des Rennens kamen die Schmerzen zurück, die ihn zu Wochenbeginn bereits plagten. Dennoch biss er auf die Zähne und kämpfte sich durch die ersten Abschnitte, ehe der Schmerz bei der Passage in Italien zu groß wurde und er vorzeitig aus dem Rennen aussteigen musste.
“Natürlich ist es nur ein Rennen, aber nach der langen Vorbereitung auf den diesjährigen UTMB® bin ich schwer enttäuscht, dass ich aufgeben musste. Zu Beginn der Woche habe ich einen ungewohnten Schmerz gespürt. Ich habe so lange auf die Zähne gebissen, wie es ging, musste an der Grenze zu Italien aber einsehen, dass es keinen Sinn macht. Die Anfeuerungen und die Unterstützung entlang der Strecke waren phänomenal. Danke an alle, die dieses Rennen trotz meiner Schmerzen zu einem solch magischen Erlebnis gemacht haben.”
François D'Haene
Trailrunnerin
François ging in seiner Ultra FDH Kollektion an den Start. Dazu trug er den S/LAB ULTRA FDH V2, T-Shirt, Shorts und Trinkweste.
JOYLINE CHEPNGENO GEWINNT BEIM OCC
In ihrem allerersten Rennen über 60 km holte sich Joyline Chepngeno beim OCC in 5:34:03 Stunden gleich den 1. Platz. Damit fügte sie ihrer beeindruckenden Saison nach Siegen beim Sierre-Zinal sowie beim Marathon du Mont Blanc einen weiteren bedeutenden Erfolg hinzu. Zu Beginn hielt sie sich in der Spitzengruppe zusammen mit Salomon Teamkollegin Miao Yao, ehe sie Mitte des Rennens die Führung übernahm und bis zum Ziel nicht mehr hergab. Miao Yao kam 1:10 Minuten dahinter in 5:35:13 Stunden auf den zweiten Platz und stand nach ihrem Sieg beim OCC im Vorjahr abermals auf dem Podium. Im Ziel umarmten sich beide Athletinnen und strahlten über das gesamte Gesicht.
Bei den Männern landete Ezekiel Rutto in 5:19:42 Stunden auf dem 11. Rang, während Pol Makuri, Mitglied des Para-Teams, das Rennen in 8:21:30 Stunden unter den besten 350 beendete.
Beim CCC® über 100 km kam Julie Roux als Achte in Ziel, während Simon Paccard mit einer geduldigen und stetigen Performance auf dem 19. Platz landete. Jingyan Tang beendete das Rennen auf Rang 9, Fiona Pascall wurde 15. und Dan Green 26. Para-Team-Mitglied Julien Veysseyre begeisterte mit Ausdauer und Kampfgeist und kam in weniger als 22 Stunden ins Ziel.
Beim MCC über 40 km wurde Pauline Girardet in 4:21:16 Stunden Zweite. Sébastien Ditilyeu aus dem Para-Team landete in starken 6:25:23 Stunden in der ersten Hälfte des Teilnehmerfeldes.
Beim ETC über 15 km hinterließen die Neulinge im Salomon Team mächtig Eindruck. Naomi Lang stürmte in 1:38:17 Stunden auf Rang 3, während bei den Männern Maël Henric (11. in 1:26:15 Stunden) und Ryonosuke Omi (18. in 1:28:45 Stunden) Plätze unter den besten 20 erreichten.
ANMERKUNG DER REDAKTION [10. September 2025]:
Nach der Veröffentlichung dieses Artikels hat Salomon den Sponsoringvertrag mit Joyline Chepngeno beendet. Alle Hintergründe und Einzelheiten, die zu diesem Schritt geführt haben, findest du hier in der offiziellen Stellungnahme von Salomon. Salomon wird sich auch weiterhin für einen fairen sportlichen Wettbewerb und die Integrität des Sports in all seinen Facetten und Disziplinen einsetzen.